Zeder hat sich in der letzten Zeit immer schnell wieder zurück gezogen und meistens drin geschlafen, draussen war es ihr zu heiss. Morgens hat sie uns wie üblich mit ihrem Gebelle genervt, aber sie hat doch nicht mehr alles richtig mitbekommen. Von A. hat sie sich gern streicheln lassen, sie war ja immer schon auf Kinder fixiert.
Nachdem sie nun den zweiten Tag fast nichts mehr gefressen hat und auch morgens nicht mehr gebellt hat, bin ich mit ihr zu unserer Tierärztin gefahren. Ayka uns Yaska wollten unbedingt mitfahren.
Die Ohren hatten sich wieder entzündet. Sie hat sie untersucht und ihr Blut abgenommen, ich habe ihr berichtet, dass Zeder erst im März operiert wurde. Auf das Ergebnis mussten wir ein wenig warten, dann hat sie noch Ultraschall gemacht.
Als sie mir eröffnete, dass sich der Krebs weiter überall ausgebreitet hat und es das beste wäre, wenn wir Zeder direkt einschlafen lassen, war ich doch leicht geschockt. Aber ich will sie nicht leiden lassen. Vermutlich hätte sie das Wochenende nicht überlebt, aber Schmerzen gehabt. So konnte ich ihr noch in den letzten Minuten den Kopf kraulen.
Am Auto zurück, haben Ayka und Yaska an meinen Händen gerochen, um Abschied zu nehmen. Ich habe noch nicht mal ein Abschiedsfoto machen können, weil ich so schnell nicht damit gerechnet hatte.
Dann sind wir ohne Zeder nach Hause gefahren.
Auch wenn man damit rechnet, geht es letztendlich viel zu schnell.